Die Firma
Der Vater
Im
Januar 1956 wagte Karl Hans Sonnabend geb. 23.03.1922 den Sprung in
die Selbständigkeit.
Nach überstandener Kriegszeit in Russland (1939 - 1941) besuchte er 1946 die Bauschule in Buxtehude. Schulgeld waren damals Briketts die er am Wochenende aus Dortmund mitbrachte.
Nach erfolgreichem Abschluß 1949 arbeitete er bei der Provinz (heute LWL) und beim Bauunternehmen Peter Büscher in Münster.
Nach zwei Jahren als Vertreter für die Fa. Caterpillar 1954-56- allein für den Bezirk Deutschland-Nord ab Worms aufwärts zuständig- eröffnete er sein erstes Büro. Mit seiner Frau Margret als Sekretärin, war bereits 1959 ein richtiges Büro mit 5 Mitarbeitern entstanden.
In den Hochzeiten der Brückenbaukunst ohne Computer arbeiteten bis zu 12 Mitarbeiter an Brücken, Krankenhäusern und Wohngebäuden jeder Größe. Als Prunkstücke sah er gerne das Autobahnkreuz Köln-Ost mit seinen 18 Brücken, den LVM-Verwaltungsbau mit 12 Halbtiefgeschossen und zahleiche Krankenhausbauten. Sein Herz gehörte der Raphaelsklinik Münster.
Seit 1980 hielt er die Firma für seinen Sohn Karl-Hans (unteres Bild) aufrecht. Der Senior war 35 Jahre selbständig als Bauingenieur tätig. In dieser Zeit wurden 2.670 Aufträge bearbeitet.
Der Sohn
Nach
dem Wehrdienst 1983-1984 und Studium Bauingenieurwesen an der Ruhr Universität
in Bochum 1984-1990 übernahm der Filius am 01.08.1991 nach 9 Monaten
als Angestellter den väterlichen Betrieb.
Direkt ins Wasser geworfen, wurden alle denkbaren Aufgaben erledigt. Seit 1995 werden Gutachten zu Brand-, Sturm-, Wasser- oder Setzungsschäden angefertigt. Bisher wurden 900 Aufträge bearbeitet.
Heute gliedert sich die Tätigkeit in die klassische Aufstellung von statischen Berechnungen als Tragwerksplaner und in die des statisch sachverständigen Beraters und Gutachters. Auftraggeber sind in der Hauptsache Versicherungen und Privatpersonen, sowie Unternehmen.
Der am weitesten entfernte Bauschaden war ein Dacheinsturz in der Türkei. Der teuerste Schaden, den er als statischer Berater bearbeitete, belief sich auf rund 28 Millionen Euro. Der kleinste Auftrag war die Aufstellung von Bücherregalen in einer Privatwohnung.
Nach dem Tod des Vaters und Firmengründers ist die Firma zu ihren baulichen Wurzeln, an der Falgerstraße 22 in 48147 Münster, zurückgekehrt. Hier stehen nun 110 m² Arbeitsfläche zur Verfügung. Die seit 1956 archivierten Bauunterlagen werden seit 2004 mit dem firmeneigenen Großformatscanner > A0 elektronisch umgewandelt.
In 2006 wird nicht nur das 50-jährige Bestehen des Ingenieurbüros gefeiert, sondern auch die 15-jährige Selbständigkeit des Nachfolgers.

